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17.01.2012 "CF Container Feeder eG" nimmt Fahrt auf
 

Seit nunmehr drei Jahren sind die Chartermärkte in der Containerschifffahrt angespannt. Nach zwischenzeitlichen Erholungstendenzen ist seit Sommer 2011 wieder ein kontinuierlich rückläufiges Charterniveau in allen Größensegmenten der Containerschifffahrt zu beobachten. Sowohl die marktbedingt (stark) rückläufigen Chartereinnahmen, aber auch das in den vergangenen Jahren deutlich angestiegene Kostenniveau drängt Schiffsgesellschaften zu einem gemeinsamen Handeln.

Aus diesem Grund haben sich Vertreter von Reedereien aus Norddeutschland und den Niederlanden mit ihren Container-Feederschiffen zwecks Wahrnehmung gemeinsamer Interessen, Bündelung und Koordinierung von Schifffahrtsaktivitäten zu einer Genossenschaft, der "CF Container Feeder eG" zusammengetan. Mit Wirkung zum 1.1.2012 hat diese Genossenschaft ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Als hauptamtlicher Geschäftsführer wurde der Emder Schifffahrtsexperte Joachim van Grieken benannt. In den Vorstand wurden die Herren Dieter Esders-Draxl und Kersten Rass gewählt.

Nach Gründung der "CF Container Feeder eG" per Ende 2011 sind bereits rd. 200 Schiffsgesellschaften aus Norddeutschland und den Niederlanden der Genossenschaft beigetreten. Weiteres Interesse besteht auch von ausländischen Schiffsgesellschaften, unter anderem aus dem skandinavischen Raum. Der Beitritt erfolgt durch den Erwerb eines (bewusst kostengünstig gehaltenen) Genossenschaftsanteils. Die Satzung der Genossenschaft (nach Muster des Genosschaftsverbandes) basiert auf einfachen unbürokratischen Regelungen.

Zielgruppen der "CF Container Feeder eG" sind Reedereien, Schiffsfonds, Emissionshäuser, Befrachtungsmakler, Banken und andere Interessierte. Insbesondere seitens der Banken wird die Mitgliedschaft in dieser Genossenschaft sehr begrüßt. Die Banken erwarten auch in diesen schwierigen Zeiten ein gemeinsames Handeln und Auftreten der Reeder.

Die Genossenschaft soll demnächst weiteren Interessengruppen vorgestellt werden. Vorgesehen ist hier insbesondere die Vorstellung bei Banken und Emissionshäusern.



02.12.2011 Der Druck in der Containerschifffahrt wird immer größer
  "Ruinöser Wettbewerb und steigende Überkapazitäten" titelt der "THB" in der Ausgabe vom 2.12.2011. Unter Berufung auf aktuelle Marktberichte beispielsweise der HSH Nordbank und des Brancheninformationsdienstes Alphaliner heisst es im "THB", dass die aktuellen Frachtraten auf der Strecke von Asien nach Nordeuropa nicht einmal ausreichen, um die kräftig gestiegenen Treibstoffkosten zu decken. Die großen Linienreedereien haben im dritten Quartal erhebliche Verluste eingefahren. Wie es weiter heisst, nehmen die Spekulationen über eine bevorstehende Konsolidierungswelle zu.

Auch für die Eigentümer vercharterter Schiffe wird die Lage schwieriger. Bedingt durch den Einsatz immer größerer Containerschiffe mit Stellplatzkapazitäten von mehr als 10.000 TEU haben insbesondere Containerschiffe der Größenordnung 3.000 bis 4.500 TEU einen Einbruch der Charterraten zu verzeichnen. Angabegemäß werden in den kommenden vierzehn Monaten noch 63 Neubauten dieser großen Containerschiffe abgeliefert. Die Flotte der Containerschiffe wird demnach in 2012 stärker zulegen als die Nachfrage und damit das Überangebot an Tonnage erhöhen. Es wird davon ausgegangen, dass nicht vor 2013 mit einer generellen Verbesserung der Bedingungen für die Containerschifffahrt zu rechnen ist.

10.11.2011 Vermarktungskonzept für Feederschiffe in Vorbereitung
 

Nach aktuellen Informationen des Brancheninformationsdienstes ALPHALINER (Ausgabe 45/2011) ist die Flotte der beschäftigungslosen Containerschiffe auf offiziell 185 Einheiten mit insgesamt 398.000 TEU Stellplatzkapazität angewachsen. Das ist der höchste Stand seit Juni 2010! Es wird erwartet, dass bis Januar 2012 eine Größenordnung von rd. 600.000 TEU erreicht sein dürfte.

Die Charterraten dümpeln vor sich hin. Es ist schon lebensbedrohlich in wirtschaftlicher Hinsicht, wenn für ein 500-TEU-Feederschiff mit Einsatz am Kontinent eine Tagesrate von EUR 2.250 geschlossen wird und Feederschiffe in der Größenordnung um 700 TEU in Fernost gerade mal eben mit unter USD 5.000 pro Tag bewertet werden. Der Chartermarkt ist nach einer Aufwärtsbewegung, die im Jahr 2010 begann und bis etwa Ende Mai/Mitte Juni 2011 andauerte, wieder in einer deutlichen Abwärtsbewegung.

Wo liegt die Ursache? Wohin geht die Reise?

Häufig wird das Argument Tonnageüberangebot genannt. Aber auch der Konkurrenzkampf der Linienreeder um Marktanteile und die Tendenz zu immer größeren Containerschiffen sind von großer Bedeutung für das Frachtratenniveau.

Insbesondere der Konkurrenzkampf zwischen den "Global Playern" führte zu niedrigen Frachtraten, die in der Folge an die Schiffseigner der gecharterten Tonnage weitergegeben wurden bzw. werden. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlich schwierigen Situation, in der sich viele Schiffsgesellschaften befinden, müssen die viel zu niedrigen Raten akzeptiert werden.

Um dem entgegen zu wirken, entwickelt die in Haren ansässige CF Genossenschaft i. G. ein gemeinsames Vermarktungskonzept für Container-Feederschiffe. Ziel ist ein unternehmensübergreifendes Vermarktungskonzept, das den aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation der einzelnen Schiffsgesellschaften entstehenden Druck zur Akzeptanz (zu) niedriger Charterraten mildert und ggf. das Auflegen einzelner Schiffe ermöglicht. Das Konzept sieht vor, dass die Eigenständigkeit der Reedereien und Schiffsgesellschaften erhalten bleibt und die Befrachtung der Schiffe weiterhin durch deren Vertrauensmakler erfolgt. Genossenschaftsmitglied kann jede Schiffsgesellschaft werden, die Container-Feederschiffe betreibt. Eine Vermarktungskommission soll über eine einheitliche Vermarktungspolitik der Schiffe beraten und beschließen. Für jeden Schiffstyp soll ein für die Genossenschaftsmitglieder bindendes Charterniveau ermittelt werden. Ein Aufliegepool soll durch ein Umlagesystem in kostentechnischer Hinsicht die Unterhaltung aufgelegter Schiffe ermöglichen. Ziel ist es, die Notwendigkeit zum Abschluss von Charterraten zu nicht kostendeckenden Raten zu unterbinden. Andernfalls dürfte sich bei vielen Schiffsgesellschaften demnächst die Existenzfrage stellen.

Naturgemäß ist die Umsetzung in die Praxis noch mit viel Arbeit verbunden. Wichtig ist, eine starke Gemeinschaft aufzubauen, um den derzeitigen Marktkräften entgegenwirken zu können. Hier wird die tatkräftige Unterstützung bzw. Mitwirkung der Beiräte, Berater und interessierten Gesellschafter erforderlich werden, wenn es darum geht, auf die in Frage kommenden Reedereien bzw. Schiffsgesellschaften einzuwirken und die betreffenden Gesellschafterkreise von der Notwendigkeit solcher Maßnahmen zu überzeugen.



20.10.2011 Die Talsohle scheint überwunden
  Feederschiff-Reeder erwarten ab dem ersten Quartal 2012 wieder bessere Charterraten. Feederschiffe mit hoher Eisklasse sind derzeit nicht verfügbar, da die meisten Charterer im Winter 2011/12 wieder eine lange Eiszeit erwarten und sich mit Schiffen, die über eine entsprechende Eisklasse verfügen, eingedeckt haben. Nur noch vereinzelt (Nachläufer, deren Liefertermine in der Krise nach hinten verschoben wurden) kommen Neubauten im Segment bis 1000 TEU zur Ablieferung. Neue Bestellungen werden sich aufgrund einer restriktiven Kreditvergabe der schiffsfinanzierenden Banken und eines erschwerten Zugangs zum Eigenkapital auf absehbare Zeit wohl nicht verwirklichen lassen. Die Reaktivierung vorübergehend stillgelegter Feederschiffe stimmt Befrachtungshäuser zuversichtlich ("THB" vom 20.10.2011)

19.09.2011 Reederverein Ems-Dollart gegründet
  Derzeit elf Mitgliedsfirmen haben den "Reederverein Ems-Dollart e.V." gegründet. Der Verein will die Interessen der maritimen Unternehmen der Ems-Dollart-Region in der Politik, in der öffentlichen Verwaltung und gegenüber anderen Verbänden wahrnehmen und fördern. Ferner sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Reedereien in der Region erhalten und verbessert, zukunftsorientierte Arbeitsplätze erhalten und neu geschaffen sowie Wissenschaft, Forschung, Berufsausbildung und Fortbildung im maritimen Bereich gestärkt werden ("THB" vom 13.09.2011).

09.08.2011 Chartermärkte rückläufig
  oberon
 

Der Chartermarkt für Containerschiffe ist seit Wochen rückläufig. Hiervon betroffen sind alle sechs Segmente, die im New ConTex, einem von der Vereinigung Hamburger Schiffsmakler und Schiffsagenten gebildeten Marktspiegel für Containerschiffe notiert werden, betroffen.

Dies berichtet der „THB“ in der Ausgabe vom 8. August 2011. Demnach notierten kleinere und mittlere Tonnage lediglich um bis zu 1,8 % schwächer als Ende Juli 2011, die größere Tonnage von 3500 bis 4250 TEU gab dagegen um über 3 % im Vergleich zur Vorwoche nach.






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